Inzwischen schloß ich noch eine
andere Freundschaft, oder wenigstens mehr Bekanntschaft, und die ging über den
Gesang. Wir hatten einen Kompanieelektriker, ein ganz verrücktes Huhn,
waschechten Berliner schon älteren Semesters, namens Otto. Wir nannten ihn nur
Otto-Otto. Dem behagte nicht, in der Baracke mit den Kameraden zu wohnen und zu
schlafen, vielmehr hatte er innerhalb des Lagers einen verlassenen Erdbunker
gefunden und sich wohnlich eingerichtet. Unter ”wohnlich” verstand Otto-Otto
vor allem eine riesige Schalttafel, von der aus er die Strombelieferung des
Lagers regierte, d. h. nämlich, bei zu starker Belastung des kümmerlichen
Netzes ”Stromsperre” veranstaltete.