Freie Presse 19.12.2013 - Das Weihnachtsstück "Das Spiel vom Weihnachtsland" erlebte im Dezember vor 65 Jahren an der Schule Gesau seine Uraufführung. Das Stück stammt von dem Glauchauer Autor Hans Fischer, der damals Lehrer an der Schule war.

http://www.freiepresse.de/LOKALES/ZWICKAU/Glauchauer-weckt-Weihnachtsfreude-artikel8647037-1.php

Glauchauer weckt Weihnachtsfreude

Die Uraufführung kurz nach dem Zweiten Weltkrieg war nicht einfach. Trotzdem wurde sie ein großer Erfolg.

Glauchau. Das Weihnachtsstück "Das Spiel vom Weihnachtsland" erlebte im Dezember vor 65 Jahren an der Schule Gesau seine Uraufführung. Das Stück stammt von dem Glauchauer Autor Hans Fischer, der damals Lehrer an der Schule war.
Hauptprobe und Aufführung des Weihnachtsspiels fanden damals in der Turnhalle am Höckendorfer Weg statt. Bei für Kinderdarsteller vorgesehenen Laienspielen sollte die Teilnehmerzahl groß sein. In Hans Fischers Weihnachtsstück wirkten rund 40 Schüler mit. Nur für eine einzige Figur war ein Erwachsener vorgesehen. Es war der Weihnachtsmann.
Bewundernswert war es, wie die Eltern der Darsteller, die Lehrer und auch die Schüler trotz der großen Not, die nach dem Krieg noch herrschte, die Gestaltung der Kostüme meisterten. Problematisch war zudem der Mangel an Brennstoffen. Diese und andere Widrigkeiten bremsten die Spielfreude der Mitwirkenden allerdings nicht. Die Uraufführung wurde ein Erfolg.
Im darauffolgenden Jahr ist Hans Fischers Stück von dem Deutschen Laienspiel-Verlag Rotenburg an der Fulda als Heft 15 der von Erich Colberg betreuten Schulreihe herausgegeben worden.
Der Herausgeber des Heftes schließt seine Vorbemerkungen zu dem Spiel mit folgender Wertung ab: "Es kündet allen, auch den aufgeklärtesten Zweiflern die Wahrheit, dass über jeder nüchternen Wirklichkeit ein ursprüngliches Reich der Schönheit steht. Hans Fischer kündet dies so glaubwürdig, dass sich kein Jugendlicher und kein Erwachsener seiner Wahrheit entziehen kann. Es gibt also doch einen Weihnachtsmann und ein Weihnachtsland. Hans Fischer aus dem Erzgebirge hat diese Wunder für uns alle neu entdeckt und wir wollen seinen Weg für uns nutzen." (mit so)

1 Kommentar:

  1. Gibt es noch ein Textbuch zu dem Weihnachtsstück? Es ist wohl damals im Deutschen Laienspiel-Verlag, Rotenburg an der Fulda erschienen. Ein Gedicht daraus ist mir überliefert (erste von drei Strophen):

    Wind, Wind, blas herein geschwind!
    Nun blas mir aus dem Haus heraus
    die kecken Schneeflocken, die tanzen und drehen
    benaschen, belecken und feucht überdecken,
    blas fröhlich und munter zur Erde hinunter
    in Kraut und in Gras, hei, Freude, hei Spaß!

    Es wurde in den 50'er Jahren des letzten Jahrhunderts in Hofgeismar zur Musik von Arnold Kirchner vom Schulchor gesungen und aufgeführt.

    Nachrichten bitte an j.romanski(at)gmx.de
    Viele Grüße, J. Romanski

    AntwortenLöschen