Sonntag, 30. Dezember 2012
Jahreswende
Donnerstag, 27. Dezember 2012
Dienstag, 25. Dezember 2012
Einsame Krippe
Sonntag, 23. Dezember 2012
Kurrende
Mittwoch, 19. Dezember 2012
Engelspyramide
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| Diese Pyramide baute Hans Fischer als Weihnachtsbaumersatz 1947 für die Engelskapelle der Grünhainicher Firma Wendt&Kühn |
Sonntag, 16. Dezember 2012
Christkind im Walde
Sonntag, 9. Dezember 2012
Engelspiel
Samstag, 1. Dezember 2012
ADVENT
Seine Gefühle verarbeitete er immer wieder in Gedichten:
Advent
Wenn Flocken wirbeln im Advent,
in Stübchen still ein Lichtlein brennt,
von Räucherkerzeldurft umringt;
wenn leise, leise bald erklingt
ein innig Lied - dann ist's so weit,
hebt an der Liebe hohe Zeit.
Wenn um der Flocken frohen Tanz
sich nächtlich ringt ein heller Kranz
von Fenstern, weihnachtlich erhellt,
dann sinkt vom hohen Himmelszelt
ein Schimmer, macht die Herzen weit -
hebt an der Liebe hohe Zeit.
Wenn tief bis in die stille Nacht
der Menschen Fleiß noch emsig wacht,
wenn traumverloren lichter Schein
webt um die Schläfer groß und klein,
dann wird die Welt des Friedens weit -
hebt an der Liebe hohe Zeit.
Hans Fischer
Mittwoch, 28. November 2012
"Eine Liebeserklärung an Glauchau"
Samstag, 6. Oktober 2012
100. Geburtstag von Hans Fischer am 02.09. 2012
Donnerstag, 6. September 2012
Samstag, 1. September 2012
100. Geburtstag am 2. September 2012
100. Geburtstag von Hans Fischer am 02.09. 2012
Am Sonntag, dem 2. September jährte sich der Geburtstag des Glauchauer Schriftstellers, Heimatforschers und Lehrers Hans Fischer zum 100. Mal.
Viele Glauchauer kennen ihn noch aus der Schulzeit und haben meist ein positives Wort zu seiner Pädagogik bereit. Der Lehrerberuf war seine Berufung. Über Umwege und nur mit Behinderungen konnte er ihn ausführen.
Als er 1933 mit dem Pädagogik- Studium beginnen wollte, wären politische Zugeständnisse und ein Abrücken von seiner Position gegen die herrschende Partei nötig gewesen. Dieser Standpunkt war schon bei seinem Vater Rudolf Fischer der Anlaß für die Schulbehörde, ihn von der Stelle des Schulleiters an der Glauchauer Wehrdigtschule abzusetzen und in der Lehngrundschule als einfachen Lehrer einzusetzen.
So studierte Hans Fischer in Leipzig Volkswirtschaft, musste aber dieses Studium abbrechen, denn Bedingung für die Fortführung war der Beitritt in die SA. Glücklicherweise erhielt er gleich eine Stelle als Schriftleiter beim Glauchauer Tageblatt in Glauchau und in Leisnig.
Hier begann (oder war es schon schlummernd vorhanden?) seine Begabung für das geschriebene Wort zu wachsen und zu reifen. Diese Zeit währte nicht lange, der Krieg war ausgebrochen schon Anfang 1940 wurde er eingezogen und musste nach einem Jahr Ausbildung in Meißen als Soldat in Russland kämpfen. Seine Erlebnisse hat er in einem umfangreichen Kriegstagebuch niedergeschrieben und dabei die beklemmenden Erlebnisse aufgearbeitet. 1944 erlitt er eine Verwundung am Fuß. Nach langem Lazarettaufenthalt hieß es dann Januar 1945 seiner Einheit zu folgen, die inzwischen in Italien in Verona stationiert war und bei Kriegsende in die Dolomiten flüchtete. Dort erfolgte auch die Gefangennahme der Kompanie. Bei aller Schönheit der Landschaft in Südtirol war es eine schwere Zeit, denn er hatte keinerlei Nachrichten von seiner Familie. Diese Sorge konnte selbst die schöne Lage des Gefangenschaftslager Marklhof im Südtiroler Eppan-Girlan nicht ausgleichen. Auch die Erlebnisse der Gefangenschaft hat er in einem Tagebuch niedergeschrieben und verarbeitet. Diese Niederschrift ist jetzt zu einer wichtigen Quelle für Historiker in Südtirol geworden. http://hans-fischer-glauchau-agricola.blogspot.com/2013/02/aus-dem-kriegstagebuch-die-letzten.html
Doch selbst das Glück der Heimkehr in die Heimat am 19. Mai 1946 war überschattet von den Fragen, wie geht es weiter, was erwartet mich?
Und es ging weiter! Jetzt konnte er sich seinen Berufswunsch erfüllen und begann eine Ausbildung als Neulehrer. Sehr schnell mußte er den ersten Unterricht erteilen, denn es fehlten ja so viele Lehrer.
Allerdings dauerte es nicht lange und wieder setzten politische Behinderungen ein. Denn auch der Sozialismus war nicht seine Sache und passte gar nicht zur Lebensanschauung eines Christen.
So vertiefte er sich recht bald in sein eigentliches Lebensthema „Agricola – Glauchaus größter Sohn“.
In der Hausarbeit zur zweiten Lehrerprüfung beschrieb er für das Fach Heimatkunde Glauchaus die didaktischen Schritte des Lernens. Schon hier flossen seine Forschungsergebnisse zum Leben Georgius Agricolas mit ein.
Reich an Tiefen und Höhen begann das Jahr 1950 mit dem Heimgang seines Vaters (oben erwähnter Rudolf Fischer, dessen Vater Lehrer und Kantor in Niederlungwitz und Lobsdorf war). Es folgten die Lehrerprüfungen und im Sommer die Hochzeit mit Maria Köhler. Die nächsten vier Jahre waren geprägt von den Geburten seiner drei Kinder.
Dann begann die intensive Arbeit der Vorbereitung seines Traumes – einen biografischen Roman über Georg Bauer – Georgius Agricola – Glauchaus größten Sohn zu schreiben.
Die spärliche Aktenlage der Zeit um 1500 war eines der größten Probleme, wollte Hans Fischer doch die wenigen Nachrichten über Georg Bauer in das geschichtliche Umfeld des ausgehenden 15. Jahrhunderts einbetten und lebensnah gestalten.
Zehn Jahre dauerte die Fertigstellung zu der auch die Suche nach einem Verlag zählte. 1964 erschien dann im Petermänken-Verlag Schwerin die erste Auflage seines biographischen Romanes „Georgius Agricola – Bilder aus dem Leben eines großen deutschen Humanisten“. Es war schnell ausverkauft und wurde 1969 ein weiteres Mal aufgelegt. Die dritte und letzte Auflage gab sein Sohn Wolfgang Fischer 1994 anläßlich des 500. Geburtstags Agricolas in seinem Verlag, dem Convent-Verlag Quedlinburg heraus.
Das Schreiben gehörte zu den Beschäftigungen, mit denen Hans Fischer den Alltag in der sozialistischen Schule zu kompensieren versuchte. Es entstanden neben Spielen für die Schule, Krippenspielen und Kurzgeschichten zahlreiche Gedichte. Die Theaterstücke – oft für Kinder – durften nicht in der DDR erscheinen. Es fand sich dann die Möglichkeit des Druckes in der BRD unter dem Pseudonym Rudolf Otto.
Später verband er dann seine Liebe für klassische Musik mit der Tätigkeit der Rezensionen der besuchten Konzerte, die dann meist im „Sächsischen Tageblatt“ erschienen.
Die Verbindung zur „Druckerschwärze“, die sich an vielen Stellen seines Lebens zeigt, hat seinen Ursprung bei seinen Vorfahren. Seine Mutter Johanna geb. Kästner ist die Tochter des Waldenburger Druckereibesitzers Emil Hugo Kästner. Die Erinnerungen an seine Kindheit mit dem Großvater hat er auch an seine Kinder weitergegeben.
Die Liebe für die Musik führte zur organisatorischen Leitung des Alfred- Biefeld- Chores, der sich nach dem 2. Weltkrieg neu gründete, aber seine Wurzeln in der Chorgesangsvereinigung hatte. Bei dieser Aufgabe war es ihm eine Freude, für die Weihnachtskonzerte des Chores Zwischentexte in Versform zu schreiben.
Pünktlich mit dem 65. Geburtstag beendete er seine berufliche Laufbahn. Jetzt hatte er Zeit, Erlebnisse und Episoden seines Lebens aufzuschreiben. Auch den Enkeln widmete er sich gern.
Am 25. November 1995, vier Tage nach dem 530. Todestag des von ihm so verehrten Georgius Agricola, vollendete sich sein Leben nach langer Krankheit. Er starb mit 83 Jahren.
Regina Winkler, geb. Fischer und Dr. Käthe Klappenbach, geb. Fischer
Vaters
Lehrtätigkeit: 01. 06. 1946- 31.08.1948 Lehngrundschule
01.09. 1948- 31.08.1950 Gesau
01.09.1950- 31.08.1957 Lehngrundschule
01.09.1957- 31.08.1958 4. Mittelschule (Weihnertschule)
01.09.1958- 31.08.1959 Pesta
01.09.1959- 31.08.1977 Lehngrundschule
Abitur
Glauchau 1933
1. Lehrerprüfung 1948
2. Lehrerprüfung 1950


