In diesen Tagen erinnerte ich mich wieder einmal meines
kleinen ”Luginsland”, den frontbewährten Photoapparat, auf dem noch vier
Aufnahmen zu verknipsen waren. Die Weinberge, reifende Trauben in Großaufnahme,
die Lagerstraßen und die Aussichten hatten mir es besonders angetan.
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Bei uns indessen wurde es wieder
warm, sehr warm, und wir rüsteten uns zu einem neuerlichen Besuche des
Montiggl-Sees. Mir war bei den letzten Badetagen das Schwimmen doch ein bißchen
zu anstrengend vorgekommen. Man hätte sich auch einmal ganz gern völlig ruhig
in das laue Wasser gelegt, statt immer zu strampeln und zu paddeln. Manche
hatten es schon vorgemacht und hier beim Stabe hatte ich denn auch die
Möglichkeit, mir einen riesigen Schwimmgürtel zuzulegen, nämlich den Schlauch
eines Lkw-Reifens, ein Ding so groß wie eine ausgewachsene Hundehütte, ein
kleines Schlauchboot, auf dem ich so sicher wie in Abrahams Schoß dahinzuplätschern
gedachte. Allerdings waren dazu allerhand bettelnde Vorstellungen beim
Lagerverwalter L. nötig,
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Ein Trost in all jener Zeit war
immer wieder die Freundschaft. Fast jeden Abend wanderten wir selbdritt durch
die weitgesteckten Außenbezirke unseres Lagers und erfreuten uns des
prachtvollen Landes, der wunderbaren Ausschau auf die Berge und Täler rings um
uns. Immer wieder bezauberte uns die Gewalt der alpinen Natur, die ragenden
Gipfel, Schlern, Weißhorn, Penegal, Gantkofel, aber auch die Kleinigkeiten: Oft
saßen im Abendsonnenschein Eidechsen einer ganz zierlichen Art und Salamander
auf den Steinen im Moose, und E. P. mußte von den ekelhaften giftigen
Sandvipern zu erzählen, die jenseits der Etsch in den Wäldern ihr Domizil
hätten. Oft und oft wanderten aber unsere Gedanken weiter.
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