Samstag, 1. Dezember 2012

ADVENT

Die Advents- und Weihnachtszeit war die liebste Jahreszeit unseres Vaters. Neben vielem gemeinsamem Musizieren und vor allem Singen mit der Familie und für die Kirche, war für ihn die Pflege von erzgebirgischen Weihnachtsbräuchen ein wichtiges Anliegen.
Seine Gefühle verarbeitete er immer wieder in Gedichten:

Advent

Wenn Flocken wirbeln im Advent,
in Stübchen still ein Lichtlein brennt,
von Räucherkerzeldurft umringt;
wenn leise, leise bald erklingt
ein innig Lied - dann ist's so weit,
hebt an der Liebe hohe Zeit.

Wenn um der Flocken frohen Tanz
sich nächtlich ringt ein heller Kranz
von Fenstern, weihnachtlich erhellt,
dann sinkt vom hohen Himmelszelt
ein Schimmer, macht die Herzen weit -
hebt an der Liebe hohe Zeit.

Wenn tief bis in die stille Nacht
der Menschen Fleiß noch emsig wacht,
wenn traumverloren lichter Schein
webt um die Schläfer groß und klein,
dann wird die Welt des Friedens weit -
hebt an der Liebe hohe Zeit.

Hans Fischer

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